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Warum du deinen Nachbarn fragen solltest, wie er deine Webseite findet

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Wenn es um die Optimierung einer Webseite geht, solltest du dir die Meinung von Außenstehenden einholen. Ob es dein Nachbar, dein Zahnarzt, dein Physiotherapeut oder dein Vereinskollege ist, spielt dabei keine Rolle. Desto weniger er mit deinem Unternehmen zu tun hat, desto besser.

Warum das so ist, darum geht es in meinem Beitrag diese Woche.

Was kommt bei deinen Website-Besuchern an?

Ein Sanitärexperte schaut bei jedem Gastronomie-Besuch unter den Waschtisch auf der Toilette: Um zu prüfen, ob er den Hersteller und das Modell richtig erraten hat.
Glaubst du nicht? Das ist wirklich so!

Wenn du bei einem Friseur arbeitest, schaust du den Leuten auf den Kopf. Bist du Zahnarzt, interessiert dich das Lächeln eines Menschen …

Mir geht es ähnlich:
Seitdem ich mich mit der professionellen Erstellung von Texten beschäftige, kann ich keine Webseite mehr besuchen, ohne sie zu analysieren:

Welche Nachricht kommt an? Wird mein Problem gelöst? Will ich dieser Firma einen Auftrag geben?

Jede Webseite transportiert eine Nachricht. Die meisten Internet-Nutzer erkennen diese Nachricht nicht bewusst. Aber unbewusst nehmen sie die Nachricht auf und das fließt dann in die Kaufentscheidung mit ein.

Wenn du ein etabliertes Unternehmen hast, wirst du trotzdem deine Aufträge erhalten, denn du hast dich auf dem Markt bewiesen. Bei Neukunden hast du es unter Umständen schwerer.

Meine Stärke ist, dass ich genau formulieren kann, was eine Webseite transportiert.
Und zwar ohne minutenlang darüber zu grübeln.
Es kommt sofort. Aus dem Bauch.

Und exakt das ist es, was deine Webseite mit deinen Kunden macht: Deine Besucher lesen und nehmen auf. Bewusst und unbewusst. Sie analysieren nicht.

Die meisten Website-Betreiber sind erstaunt, wie ihre Nachricht tatsächlich beim Leser ankommt.
Wenn ich dann Änderungen vorschlage, sind sie erstaunt, wie sich die Nachricht eines Textes mit kleinen Optimierungen verändern kann.

Betriebsblindheit

Diese Problematik ist unter dem Begriff „Betriebsblindheit“ bekannt: Jeder Geschäftsinhaber ist so vertieft in seine Branche, in sein Fachgebiet und in seine Arbeit, dass die nötige Distanz fehlt. Ein Perspektivenwechsel auf den Besucher ist nicht möglich (oder fällt unheimlich schwer).

Und damit bist du nicht allein. Das hat auch nichts mit Intelligenz zu tun, denn das geht den Meisten so. Wir haben einfach zu wenig Abstand zu unserer eigenen Arbeit, um Dinge objektiv zu beurteilen und zu benennen.

Und um offen mit dir zu sein: Mir geht das auch so!
Ich müsste meine eigene Webseite von einer externen Webagentur texten lassen, weil ich so vertieft bin in meine Arbeit und in das, was ich mache, dass ich vollkommen betriebsblind bin.
(Da ich am Resultat aber nur herumnörgeln und ohnehin alles wieder umtexten würde, lasse ich es einfach. Mut zur Lücke, Mut loszulassen 😉 )

Du siehst: Es ist nicht einfach, die eigenen (umfassenden) Kenntnisse auf einen Punkt zu bringen. Es auf das Wichtigste herunterzubrechen und dabei noch das Problem der Kunden mit einem Satz zu lösen ist für Gewerbetreibende schwer.

Das gelingt am besten, wenn es jemand Außenstehendes für dich tut.
Jemand, der sich nicht mit deiner Branche auskennt und sich in deine Zielgruppe hineinversetzen kann.

Reicht eine Optimierung oder brauchst du eine neue Webseite?

Du musst nicht die ganze Webseite umbauen und neu texten lassen. Es geht darum, dass deine Seite individuell bleibt und dass du dich von Mitbewerbern abhebst.
Mir sind Optimierungen sogar lieber als das Neutexten: So kann ich mich in fremde Texte vertiefen, sie optimieren. Aber es bleibt deine Stimme.
Außerdem erhältst du so den maximalen Effekt für minimalen Preis.

Damit du deine Kunden dort triffst, wo der Schuh drückt, genügt das: Texte optimieren, eventuell Inhalte umpositionieren und die Besucher auf der Startseite mit einem Lösungsansatz abholen.

Es geht darum, Aufmerksamkeit zu generieren und dafür zu sorgen, dass der Besucher mehr von dir wissen will: Nimm ihn an die Hand und führe ihn tiefer hinein in deine Thematik.

Lass dich beraten und hör auf dein Bauchgefühl

Lass dich individuell beraten und hol dir Angebote ein, bevor du dich für eine Lösung entscheidest.

Meiner Erfahrung nach ist das Bauchgefühl ein guter Indikator, ob du bei einem Anbieter gut aufgehoben bist oder nicht.

Und mal ehrlich: So unterschiedlich jeder Mensch ist, so unterschiedlich arbeitet er. Vor allem, wenn es um Kreativ-Aufträge geht.

Die Vorschläge von zwei oder mehr Dienstleistern können sich stark unterscheiden. Auch, wenn es um dieselbe Sache geht.
Und dann wirst du dich für die Lösung entscheiden, die dich überzeugt und die gut zu dir und deiner Firma passt. Du wirst dich für den Anbieter entscheiden, bei dem du dich fachlich und menschlich gut aufgehoben fühlst. Denn hier geht es um dein Geschäft, um deine Arbeit und benennen wir es, wie es ist: Es geht um deine Existenz!

Lass dir nicht eine neue Webseite verkaufen, wenn sie technisch auf einem aktuellen Stand ist und du „bis auf ein paar Ausnahmen“ zufrieden bist.

Achte darauf, dass deine Probleme gelöst werden:

  • Gefällt dir deine Webseite nicht (mehr)?
  • Ist sie technisch oder inhaltlich nicht mehr auf dem neuesten Stand?
  • Gefallen dir deine Texte nicht (mehr)?
  • Fehlen noch mehr Inhalte?
  • Passt deine Webseite nicht zu dir, deiner Firma oder deiner Philosophie?
  • Bist du mit der Webseite zufrieden, aber die Besucher bleiben aus?
  • Hast du genug Besucher, aber der Umsatz steigt nicht?

Die meisten dieser Aspekte lassen sich nicht mit einer neuen Webseite lösen. Im Gegenteil: Die meisten Probleme benötigen nur eine Optimierung.
Und dann vor allem eines: Geduld.

Das Bauchgefühl ist der beste Verkäufer

Content-Marketing braucht Geduld

Wusstest du Folgendes?
Eine neue Webseite (an die Leser von Start-ups unter euch) benötigt etwa 35 Wochen, bis sie einigermaßen bei Google rankt. 35 Wochen! Das sind mehr als sieben Monate! (Es gibt Maßnahmen, mit dem wir das beschleunigen können, aber nur minimal.)
Rechne damit, dass du nach einem halben Jahr die ersten Ergebnisse der Optimierung spürst.

Eine etablierte Seite hingegeben braucht nur 16 Wochen, bis neue Inhalte bei Google ranken. Das ist ein massiver Unterschied, denn hier wirken sich Veränderungen viel schneller aus. Ich rate bei Online-Optimierungen von „alteingesessenen“ Unternehmen dazu, mindestens drei Monate Geduld zu haben. Meist bemerken wir dann die ersten Veränderungen.

Und wir reden nur von den ersten Veränderungen.
Laut einer Studie sind Webinhalte, die auf Seite 1 bei Google ranken, älter als 2 Jahre! Im Umkehrschluss heißt das: Erst nach zwei bis drei Jahren wirst du sehen, wo du im Vergleich zur Konkurrenz tatsächlich stehst!

Hier kannst du dir die dazugehörige englischsprachige Studie von ahrefs.com ansehen (Stand: August 2020).

Was kleine Optimierungen auslösen können:

2017 bekam ich den Auftrag, eine Webseite zu optimiert. Die Firma existierte zu diesem Zeitpunkt einige Jahre, aber online war nicht viel passiert, außer einer statischen Webseite.
Mit dem Haupt-Keyword rankte die Seite nicht, weil einfach versäumt wurde, dieses Wort in den Webtexten zu verwenden. (Dank der Keyword-Recherche wusste ich schnell, wonach die Zielgruppe sucht.)

Ich optimierte die Texte, nahm Suchmaschinenoptimierungen vor, füllte die Seite regelmäßig mit Beiträgen und startete (damals die Premiere) meine Bewertungskarten.
Der Kunde schickte diese Karten mit jeder Rechnung an seine Kunden. Die Rezensionen trudelten ein: etwa jeder 15. Kunde bewertete das Unternehmen mit 5 Sternen.

19 Monate später rankte die Seite Top 3 bei Google. Und zwar mit dem stärksten Keyword. Das, welches vorher nicht verwendet wurde. Darüber hinaus hatte die Firma einen Auftragsanstieg von 300 % zu verzeichnen.

Leider endete dann die Zusammenarbeit, denn die räumlichen und personellen Kapazitäten waren erreicht und es waren keine weiteren Inhalte erwünscht.

Was sich nach einer Niederlage für mich anhört (denn ich verlor doch Folge-Aufträge), war ein Wahnsinns-Erfolg. Ich hatte die Firma nicht dorthin gebracht, wo der Geschäftsführer sie haben wollte, sondern viel, viel weiter.

Das war ein Glücksfall, denn in dieser Branche wird in Sachen Content-Marketing noch wenig unternommen. Ein Vorteil, den wir mit diesem Unternehmen ausnutzen konnten.

Womöglich spürst du Veränderungen nicht so schnell und nicht mit 300 % mehr Aufträgen. Aber diese Erfahrung zeigt, wie effektiv Optimierungen sein können.

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Was ist dein Ziel?

Kannst du mir sagen, was dein Ziel ist?
Kannst du formulieren, was du mit deiner Webseite erreichen willst?
Und am wichtigsten: Kannst du mir sagen, welche Probleme du für deine Kunden lösen möchtest und wer deine Kunden sind?

Wenn ja, dann teile mir die Antworten auf diese Fragen mit. Nach einem Blick auf deine Webseite werde ich dir sagen, ob deine Texte das transportieren.

Mehr ist es nicht.
Und wie zuvor erwähnt: Es genügen meist kleine Optimierungen, damit du deinem Ziel näher kommst.

Gerne berate ich dich kostenlos und unverbindlich, was wir optimieren können, um deine Ziele zu erreichen.


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Fazit: Frag jemand Außenstehendes, wenn du wissen willst, was du noch optimieren kannst

Es nützt nichts, die eigene Familie, Kollegen oder Geschäftspartner nach deren Meinung zu bitten, wenn es um deine Webseite geht. Sie haben alle nicht genug Abstand zu dir oder zu deinem Unternehmen, um unvoreingenommen sagen zu können, welche Botschaft bei deinen Kunden ankommt.

Meist genügt es, Inhalte umzuformulieren, sodass deine Kunden darin gleich die Lösung für ihre Probleme darin erkennen.

Wie betriebsblind bist du?

Autorenprofil

Nadine Schadt
Ich bin Nadine Schadt, Werbetexterin (BPWD/TC) und freie Texterin für eBooks und Online-Beiträge.

Ich helfe dir, dein Know-how online abzubilden.

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