Crashkurs Sitemap – alles, was du wissen musst!

Crashkurs Sitemap

Ich kann Google & Co. verstehen, wenn sie sich auf den vielen Irrwegen der Webseiten mit all ihren Verlinkungen und Sackgassen verirren.

Wenn es um die Orientierung im Straßenverkehr geht, dann gehöre ich zu den Orientierungslosen:
Ich verwechsle rechts und links, ich überschätze Entfernungen und nicht selten habe ich in der Vergangenheit kehrtgemacht, weil ich mein Ziel nicht gefunden habe.

Zugegeben, all das war vor dem Zeitalter der Navigationsgeräte.

Für deine Webseite bedeutet das: Wenn die Crawler der Suchmaschinen sich auf einer Webseite nicht zurechtfinden, dann werden unter Umständen einige Seiten nicht richtig indexiert.

Einfach ausgedrückt: Sie kehren um! Sie machen nicht weiter. So wie ich damals ohne Navigationsgerät.

Am Ende wird deine Seite nicht vollständig für die Suchergebnisse gelistet. Und das ist schlecht.

So wie mich das Navigationsgerät heute rettet, so gibt es auch für Suchmaschinen die Rettung: Sitemaps.
Sie sind das Navigationsgerät für die Crawler der Suchmaschinen.

Wie also stellst du Google eine Sitemap zur Verfügung und worauf gilt es zu achten?

Was ist denn eine Sitemap?

Die Hauptaufgabe einer Sitemap ist es, Robotern dabei zu helfen, alle Seiten auf deiner Website zu finden und diese zu indexieren, d. h. in die Suchergebnisliste aufzunehmen. Hier findet Google alle Informationen, die zur Indexierung benötigt werden.

Eine Sitemap hilft den Suchmaschinen, sich auf einer Webseite besser zurechtzufinden.

Was bringt dir eine Sitemap?

Die Crawler der Suchmaschinen schauen regelmäßig auf deiner Webseite vorbei. Wenn du ihnen einen Sitemap zur Verfügung stellst, finden Sie neue Seiten zielsicher.

Somit werden deine neuen Inhalte für die Suchergebnisse berücksichtigt.
Wenn du keine Sitemap hast, besteht die Möglichkeit (oder Gefahr), dass eine neue Seite übersehen wird und nicht (oder später) in die Ergebnislisten aufgenommen wird.

Du kannst wichtige Seiten priorisieren (z. B. Basis-Beiträge, Evergreen Content, Conerstone Content) und Google genau zeigen, welche Seiten das sind und wo sie sich befinden.

Änderungen und Updates auf deinen Seiten werden beim nächsten Besuch des Crawlers gefunden und indexiert.

Ist eine Sitemap nötig?

Deine Webseite funktioniert ohne eine Sitemap.

Aber: Du läufst Gefahr, dass die Robots deine Inhalte übersehen und nicht in den Suchergebnissen ranken.

Deshalb gilt: Eine Sitemap gehört zur Suchmaschinenoptimierung dazu und sollte von dir zur Verfügung gestellt werden.

Bist du der Meinung, dass eine Sitemap unnötig für dich ist? Z. B. weil deine Webseite sehr klein ist oder du eine gute interne Verlinkung aufgebaut hast und Google und Co. alle deine Seiten problemlos finden?

Es gibt Fälle, in denen Google deine Hilfe einfach benötigt:

  • Crawler lassen in manchen Fällen neue Webinhalte oder geänderte Webinhalte aus. Das heißt, deine Seite wird veraltet in den Suchergebnissen aufgeführt. Mit einer Sitemap kannst du Google auf neue Inhalte aufmerksam machen.
  • In manchen Fällen erstellen wir Unterseiten, die nicht auf der Hauptseite verlinkt sind. Das ist zum Beispiel bei Sales Pages oder Landingpages der Fall.
    Wenn du den Crawlern diese Seiten zeigst, dann werden diese in den Suchergebnissen aufgeführt, auch wenn sie nicht direkt auf deiner Seite verlinkt sind.
  • Gerade zu Beginn hast du kaum Backlinks oder eine schwache interne Verlinkung.
    Crawler folgen Links! Wenn es wenig Links zu dir gibt, dann kommen sie seltener vorbei und übersehen dich.
    Mit einer Sitemap kannst du sicherstellen, dass die Crawler alle Inhalte finden, wenn sie vorbeischauen.

Crashkurs Sitemap Pinterest

Die zwei Arten von Sitemaps

Es gibt zwei Arten von Sitemaps, die sich grundlegend unterscheiden:

  1. HTML-Sitemap
  2. XML-Sitemap

Die HTML Sitemap

Die HTML-Sitemap ist eine grafische Webseite, die für die Besucher einer Webseite erstellt wird.
Mit ihrer Hilfe können sich Besucher einen Überblick über den Aufbau einer Seite machen.
Sie beinhaltet z. B. Links zu Kategorien, Seiten oder Beiträgen. Sie dient der Orientierung und soll die Bedienung und Navigation durch die Seite erleichtern.

Die XML Sitemap

Die XML-Sitemap ist diejenige, die für Suchmaschinen und dein Ranking wichtig ist.
Es ist eine Seite, die für Robots (Crawler) erstellt wird. Sie stellt Crawlern Links zu allen Inhalten deiner Webseite zur Verfügung: Kategorien, Seiten, Beiträge.

Wie erstellst du eine XML-Sitemap?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um eine Sitemap zu erstellen:

  1. Manuell,
  2. automatisch oder
  3. mithilfe von Plug-ins.

1. Sitemap manuell erstellen

Du kannst eine Sitemap in einem normalen Editor erstellen. Hierfür musst du die Links und die Ziele in einer gewissen Reihenfolge aufschreiben.

Eine Sitemap manuell zu erstellen, würde ich dir nicht empfehlen – außer du bist ein Profi und weißt, was du tust.

Für Anfänger oder Fortgeschrittene gibt es einfachere Lösungen:

2. Sitemap automatisch erstellen lassen

Es gibt einige Webseiten, die dir einen Generator anbieten, mit dem du eine sitemap.xml-Datei einfach erstellen kannst.

Hierfür musst du die Links deiner Webseite zur Verfügung stellen. Das Tool spuckt dir dann die fertige XML-Datei aus.

Eine Seite, die das gut macht, ist die XML-sitemaps.com.
Hier brauchst du lediglich deine Webadresse eingeben und kannst die fertige sitemap.xml nach wenigen Minuten herunterladen.

Das ist deutlich bequemer als die erste Version. Aber es geht noch leichter:

3. Sitemaps mithilfe eines Plug-ins automatisch erstellen

Einige CMS-Systeme (z. B. WordPress) haben Plug-ins, mit denen Sitemaps automatisch oder via Klick erstellt werden.

Ich nutze für all meine WordPress-Seiten das Add-on YoastSEO, welches erweiterte XML-Sitemaps erstellt. So finden sich Google & Co. auf den Seiten, Beitragseiten und in den Kategorien von Webseiten leicht zurecht.
Und das ohne mein Zutun – es läuft automatisch im Hintergrund.

Eine Alternative ist z. B. das WordPress-Plug-in „Sitemap by click5“. Damit kannst du nicht nur XML-Sitemaps, sondern auch HTML-Sitemaps erstellen.

Tipps zu deiner Sitemap

Ich empfehle dir, Seiten von der Sitemap auszuschließen, die nicht zwingend indexiert werden müssen.
Zum Beispiel deine Widerrufsbelehrung oder das Impressum.
Solche Seiten bringen dir keinen wirklichen Vorteil, wenn sie bei Google gelistet werden.

Der Crawler hat limitierte Ressourcen, um deine Seite zu crawlen und zu indexieren.
Wenn du ihm gleich sagst, welche Seiten er weglassen kann, dann hat er mehr Zeit für die wichtigen Seiten:
Die, die verkaufen oder informieren.
(So riskierst du nicht, dass wichtige Seiten nicht richtig indexiert werden, weil der Crawler sie überspringt.)

Du kannst solche Seiten mit einem „noindex“-Tag versehen (z. B. mit dem Plug-in YoastSEO).

Aber Achtung: Dies ist nur eine Empfehlung für Google, diese Seite nicht zu scannen. Es ist theoretisch möglich, dass sich Google nicht an die Empfehlung hält.

Häufige Fehler beim Erstellen von Sitemaps

Achte darauf, dass du deine Sitemap aktuell und fehlerfrei zur Verfügung stellst.

Die Welt geht nicht unter, wenn sich ein Fehler einschleicht. Es wird keine Auswirkungen auf dein Ranking haben.

Dennoch solltest du darauf achten, den Crawlern der Suchmaschinen fehlerfreie Informationen zur Verfügung zu stellen, damit die wichtigen Seiten deiner Website ordentlich indexiert werden.

  • Funktionieren alle Links? Kaputte Links sind nutzlos, da der Robot nichts finden wird
  • Vermeide Umleitungen. Gib die korrekte Adresse an.
  • Falsches Veröffentlichungsdatum oder Update-Datum

Fazit:

Eine Sitemap gehört zum SEO (Suchmaschinenoptimierung) dazu. Sie ermöglicht es Suchmaschinen, deine Seite optimal zu durchsuchen, alle relevanten Inhalte zu finden und in den Suchergebnissen aktuell und vollständig zu zeigen.

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Autorenprofil

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Nadine Schadt
Ich bin Nadine Schadt, Werbetexterin (BPWD/TC) und freie Texterin für eBooks und Online-Beiträge.

Ich helfe dir, dein Know-how auf deine Webseite zu bringen.

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