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So entsteht dein eigenes E-Book in 9 Schritten

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Das eigene E-Book – ein Traum.
Aber auch ein Berg unüberwindbarer Aufgaben? Oder doch ein Kinderspiel?

Ein E-Book schreibt sich nicht eben so während eines Hollywood-Blockbusters. Dazu gehören Zeit, Disziplin und ein paar Schritte, die du in der richtigen Reihenfolge gehst.

In diesem Beitrag zeige ich dir, wie dein eigenes E-Book entsteht und was du dafür benötigst.

Noch nicht sicher, ob du überhaupt ein E-Book brauchst? Dann lies zuerst meinen Beitrag „6 Gründe, warum du ein E-Book anbieten solltest“.

1. Das Brainstorming

Der erste Schritt ist das Brainstorming.

Mach dir zuerst ein paar Gedanken, ob deine Idee deine Zielgruppe interessiert. Du willst nicht so viel Mühe und Zeit für etwas opfern, das am Ende niemanden interessiert.

Falls du keine konkrete Idee für ein E-Book hast, dann denke erst einmal darüber nach, was deine Kunden am meisten interessiert: Welche ihrer Probleme kannst du lösen? Wie kannst du sie unterhalten oder ihnen das Leben ein wenig angenehmer machen?

Tipp: Schau dir deinen erfolgreichsten Blogbeitrag an und greife dieses Thema auf.

2. Die Recherche

Sobald du ein Thema gefunden hast, über das du schreiben möchtest, ist die Zeit für Recherche gekommen.

„Ich bin Profi, ich muss nicht recherchieren!“ – perfekt, dann hast du die besten Voraussetzungen, um ein E-Book zu schreiben.

Aber ich garantiere dir: Bei der Recherche wirst du auf Punkte stoßen, denen du in deinem E-Book ein paar Sätze schenken wirst. Hier geht es nicht darum, dass du dich fachlich weiterbildest, sondern darum, dass dein E-Book möglichst vollständig ist.

Wenn dir später Punkte einfallen, die du vergessen hast, dann ärgerst du dich womöglich. Vor allem, wenn du das Design umwirfst, um einen Absatz dazwischenzuschieben.
Ich spreche aus Erfahrung.

Also: Nimm die Recherche ernst!

3. Die Gliederung

Der dritte Schritt ist einer der wichtigsten Schritte bei der Erstellung deines E-Books: Gliedere deine Arbeit!

Verfasse die Überschriften und Zwischenüberschriften zuerst. So hast du einen roten Faden, an dem du dich entlang hangelst.

Zudem lassen sich die Überschriften verschieben. So änderst du deine Gliederung bei Bedarf.
(Wenn du später ganze Textpassagen verschiebst, wird das zum Futternapf für den Fehlerteufel.)

Deshalb gilt: Schreib keinen Satz, bis deine Gliederung nicht vollständig und vor allem logisch nachvollziehbar ist.

4. Die Rohfassung

Hände reiben und loslegen: Schreib dein Buch!

In der Rohfassung brauchst du dich erst einmal nicht um Rechtschreibung oder Grammatik zu sorgen. Das kommt später.

Schreib auf, was du zu deinen Überschriften zu sagen hast.

Tipp: Beim Schreiben fallen dir neue Ideen ein, die du an anderer Stelle ergänzen willst.
Lass dich von solchen Geistesblitzen nicht aus deinem Schreibfluss ziehen. Notiere dir diese Ideen auf einem Blatt Papier, das in Griffweite liegt. Kümmere dich später darum, wenn du alles geschrieben hast.

Die Rohfassung kannst du in einem Word-Dokument verfassen, falls du kein Schreibprogramm dafür hast.

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5. Die Korrektur

Ich empfehle dir, die Rohfassung so lange wie möglich wegzulegen. Drei Tage reichen, sind aber nicht optimal.

Perfekt ist, wenn du dein E-Book ein bis zwei Monate weglegst.
In dieser Zeit vergisst du die Details, die du geschrieben hast und entfernst dich mit deinem Kopf inhaltlich von deinem Buch.

Perfekte Voraussetzungen, um dein Buch Korrektur zu lesen.

Tipp: Lass deinen Text von einem Außenstehenden prüfen. Frage einen Lektor oder einen Texter.

Bei der Korrektur nimmst du dir deinen Text vor. Alle stilistischen oder inhaltlichen Patzer korrigierst du nun.

Im zweiten Durchgang kümmerst du dich um die groben Rechtschreibfehler und die Grammatik.

Tipp: Hier helfen Rechtschreibprogramme. Aber Vorsicht – Das sind Maschinen und keine Menschen. Sie halten sich an Regeln und das ist nicht immer zuverlässig, weil eine Maschine den Kontext eines Textes nicht immer richtig versteht.

Prüfe also genau, wenn du ein Programm für die Rechtschreibkorrektur verwendest oder bitte einen Profi um Hilfe.

Du hast richtig geschuftet bis hierhin – lass jetzt nicht zu, dass Rechtschreibfehler dein Werk trüben.


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6. Der Feinschliff

Den Feinschliff nimmst du dir am besten wieder einige Zeit nach der Korrektur vor.

Du prüfst die Schlüssigkeit deines Textes, änderst die letzten inhaltlichen und stilistischen Fehler und alles, was dir nicht gefällt.

Wenn dein Text perfekt ist, wird er verpackt:

7. Das Layout

Dein Buch soll nicht nur informativ, sondern auch schön sein. Ein E-Book, das mit Bildern, viel Weißraum und einer guten Gliederung daher kommt, wird gern gelesen.

Du benötigst Software, um dein Buch zu gestalten. Und da gibt es viel Auswahl: die teuren Programme von Adobe, kostengünstigere Software, bis hin zu Freeware.

Wenn du kein Geld ausgeben möchtest und etwas Muse und Geduld für eine kleine Einarbeitung investierst (was auch bei teuren Programmen nötig ist), dann lege ich dir das kostenlose Open-Source-Programm „Scribus“ ans Herz.

Vergiss nicht, Bilder einzufügen. Achte dabei darauf, dass du keine Urheberrechte verletzt. Einfach Bilder aus Google herauskopieren und für dein E-Book verwenden, ist keine gute Idee und wird teuer (– wenn du erwischt wirst; vor allem, wenn du dein E-Book monetarisierst).
Hol dir stattdessen kostenlose Bilder von Portalen wie „Pixabay“ oder bezahle für die Rechte an Bildern.

Tipp: Vergiss das Inhaltsverzeichnis nicht!

8.  Das Buchcover

Am Schluss kümmerst du dich um eine Titelseite. Das erledigst du im besten Fall mit dem gleichen Gestaltungsprogramm, mit dem du auch dein Buch gestaltet hast.

Ich persönlich arbeite gern mit Canva. Hier gelingt die Erstellung von Buchcovern schnell und bequem.

Tipp: Das Buchcover ist das, was deine Leser als Erstes von deinem E-Book sehen. Wenn du es selbst nicht zufriedenstellend gestalten kannst oder du unzufrieden bist, dann lohnt es sich, in einen Grafikdesigner zu investieren.

9. Die Veröffentlichung

Dein E-Book ist fertig. Sei stolz auf dich!

Bevor du es in das richtige Format exportierst, gehst du am besten noch einmal durch deine Texte und das Design: Hat sich etwas verschoben? Passen die Bilder zum Text?

Wenn alles in Ordnung ist, dann exportiere dein E-Book.

Falls du dein neues Buch online anbietest, kannst du folgende Formate wählen:

  • PDF (empfohlen)
  • EPUB (eignet sich für die Darstellung auf E-Book-Readern oder mit entsprechenden Apps)

Es gibt noch viele weitere Formate. Die meisten dieser Formate eignen sich jedoch nicht für die Verbreitung über das Internet.

Tipp: Bevor du dein E-Book online stellst, lass es von ein paar Leuten querlesen. Außenstehende entdecken am ehesten noch Fehler oder Unstimmigkeiten.

Fazit: So entsteht dein E-Book in 9 Schritten

Dein eigenes E-Book braucht Zeit, Geduld und Disziplin.
Aber es gibt nichts Schöneres, als nach einer ausdauernden Aufgabe zu einem Ende zu kommen – und das fertige Produkt zu bewundern.

Halte dich an die Reihenfolge für dein E-Book, dann kann nichts schiefgehen:

  1. Das Brainstorming – überlege gut, was deine Leser interessiert.
  2. Die Recherche – recherchiere, welche Punkte du in deinem E-Book thematisieren willst.
  3. Die Gliederung – lege Überschriften und Zwischenüberschriften fest, das erleichtert den nächsten Schritt.
  4. Die Rohfassung – Fülle den Raum zwischen den Überschriften mit deinen Inhalten.
  5. Die Korrektur – nach etwas Abstand prüfst du deinen Text und korrigierst grobe Fehler.
  6. Der Feinschliff – nun prüfst du den Text auf Herz und Niere. Eliminiere alles, was den Leser stört: Rechtschreib- und Grammatikfehler, stilistische und inhaltliche Fehler.
  7. Das Layout – gestalte dein E-Book optisch, füge Bilder hinzu.
  8. Das Buchcover – der Buchtitel ist die Tür zu deinem E-Book. Gestalte es zum Schluss und füge es ein.
  9. Die Veröffentlichung – das E-Book ist fertig. Exportiere es in das gewünschte Format und veröffentliche dein Werk.

Lass uns über dein erstes E-Book-Projekt sprechen – schreib mir oder ruf mich an.

Autorenprofil

Nadine Schadt
Ich bin Nadine Schadt, Werbetexterin (BPWD/TC) und freie Texterin für eBooks und Online-Beiträge.

Ich helfe dir, dein Know-how online abzubilden.

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